Zum Jahreswechsel entsteht oft eine besondere Form von Motivation. Sie ist kein plötzlicher Energieschub und auch kein lauter Neuanfang. Vielmehr ist sie eine leise Bewegung nach innen. Ein Gefühl dafür, dass etwas weitergehen darf: bewusster, klarer, nachhaltiger. Diese Motivation entsteht nicht aus äußeren Erwartungen, sondern aus dem Wunsch nach innerer Stimmigkeit.
Gleichzeitig steht sie im Spannungsfeld mit unserem Umfeld. Kaum nimmt ein Gedanke Form an, tauchen Stimmen auf, die bremsen:
„Lass das lieber.“ – „Das wird doch eh nichts.“ – „So läuft das nun mal.“
Diese Aussagen sind selten böse gemeint. Oft spiegeln sie die Ängste, Erfahrungen oder Grenzen Anderer wieder. Doch sie beeinflussen unsere eigene Motivation stärker, als uns bewusst ist.
Nachhaltige Motivation braucht deshalb nicht nur Klarheit nach innen, sondern auch Widerstandskraft nach außen. Der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt, diese Widerstandskraft bewusst zu stärken. Abstand zum Alltag macht sichtbar, welche Meinungen wir ungefiltert übernehmen und welche uns eher begrenzen als schützen. Motivation bleibt stabil, wenn wir lernen zu unterscheiden: Was ist hilfreiches Feedback und was ist fremde Vorsicht, die nichts mit unserem eigenen Weg zu tun hat?
Ein zentraler Schlüssel liegt in innerer Klarheit. Wer weiß, warum eine Veränderung wichtig ist, gerät weniger ins Wanken, wenn Skepsis von außen kommt. Klarheit ersetzt dann die Rechtfertigung.
Praktischer Impuls:
Formulieren Sie für sich (schriftlich), warum ein Gedanke oder ein Vorhaben für Sie persönlich Bedeutung hat. Nicht, wie überzeugend es für andere klingt, sondern warum es zu Ihnen passt. Dieses „Warum“ stabilisiert Motivation, auch wenn Gegenwind entsteht.
Auch der richtige Umgang mit dem eigenen Tempo ist entscheidend. Nicht jede Idee muss sofort geteilt werden. Unausgereifte Gedanken sind empfindlich und empfänglich für Negationen.
Praktischer Impuls:
Schützen Sie neue Vorhaben, indem Sie sie zunächst nur mit Menschen teilen, die stärken statt bewerten. Motivation darf wachsen, bevor sie erklärt werden muss.
Widerstandskraft bedeutet dabei nicht, sich abzuschotten. Sie bedeutet, bewusst zu filtern.
Praktischer Impuls:
Bei kritischen Stimmen hilft eine kurze innere Prüfung:
– Hat diese Person Erfahrung mit dem, was ich vorhabe?
– Spricht sie aus Wissen oder aus eigener Angst?
– Hilft mir diese Meinung gerade weiter?
Auch innere Zweifel melden sich besonders zum Jahreswechsel. Das bekannte „Das wird eh nichts“ kommt dann nicht von außen, sondern aus alten Erfahrungen oder übernommenen Glaubenssätzen. Diese Zweifel sind kein Beweis gegen Veränderung, sondern Hinweise auf ein Bedürfnis nach Sicherheit.
Praktischer Impuls:
Begegnen Sie inneren Zweifeln mit Neugier statt mit Druck. Fragen Sie sich: Was will mich dieser Gedanke gerade schützen lassen? Oft liegt darin ein Bedürfnis und keine Grenze.
Spätestens an diesem Punkt rückt bei vielen die berufliche Situation in den Fokus. Nicht immer als akutes Problem, sondern als leise Frage: Passt mein Job noch zu mir? Entspricht meine Rolle dem, was mir wichtig ist? Oder halte ich an etwas fest, das sich innerlich längst nicht mehr stimmig anfühlt?
Motivation zur beruflichen Veränderung entsteht selten aus Unzufriedenheit allein. Sie entsteht aus dem Wunsch nach Entwicklung. Auch Unsicherheit, Umstrukturierungen oder ein Jobverlust können diesen Prozess anstoßen nicht als Scheitern, sondern als Einladung zur Reflexion.
Fangen Sie bei sich selbst an, denn Motivation entsteht nicht automatisch durch einen Jahreswechsel oder durch äußere Umstände. Sie wächst, wenn Sie bewusst reflektieren, was Ihnen Sinn gibt, welche Wirkung Sie erzielen können und wie Sie Ihr Umfeld aktiv gestalten, statt sich treiben zu lassen.
Gerade in beruflichen Rollen, ob als Fachkraft oder Führungskraft ist es wichtig, den Bezug zu Ihrer eigenen Arbeit immer wieder zu überprüfen:
- Welche Aufgaben erfüllen mich wirklich?
- Wo erlebe ich Wirkung, und wo fühle ich mich blockiert?
- Passt mein Umfeld zu meinen Werten, meinem Arbeitsstil und meiner persönlichen Ausrichtung?
Wenn die Antworten auf diese Fragen unklar sind, sinkt Motivation oft schleichend. Genau hier können gezielte Reflexion und Selbstmanagement helfen und manchmal ist externe Unterstützung sinnvoll.
Wann externe Unterstützung hilfreich ist
Externe Unterstützung kann Impulse geben, die von innen schwer zu erkennen sind. Typische Situationen können sein:
- Blockaden oder Motivationsverlust trotz klarem Handeln
Wenn Sie sich wiederholt fragen „Warum tue ich das?“ oder Aufgaben keinen Sinn mehr stiften, kann ein neutraler Blick von außen helfen, die Gründe zu erkennen und Wege zurück zur Motivation zu entwickeln. - Verlust des Überblicks im komplexen Umfeld
Führungskräfte jonglieren häufig mit mehreren Aufgaben, Projekten und Interessen. Lassen Sie sich begleiten um Prioritäten zu klären, Strukturen zu schaffen und Handlungsoptionen sichtbar zu machen. - Konflikte oder Spannungen im Team, die Eigeninitiative übersteigen
Schwierige zwischenmenschliche Situationen oder kulturelle Spannungen lassen sich oft schwer allein lösen. Externe Unterstützung kann moderieren, neue Perspektiven eröffnen und Lösungen gemeinsam entwickeln. - Strategische Neuorientierung oder Veränderung von Rollen und Aufgaben
Wenn Aufgaben, Verantwortlichkeiten oder Unternehmensziele sich verändern, kann externe Begleitung helfen, die eigene Rolle neu zu definieren, Kompetenzen zu definieren, Potenziale zu erkennen und Motivation wieder aufzubauen. - Selbstreflexion auf Führungsebene
Manchmal ist die Herausforderung nicht das Umfeld, sondern die eigene Wahrnehmung, Kommunikation oder Priorisierung. Externe Unterstützung liefert den Spiegel, gibt Feedback und neue Impulse, die im Alltag durch Routinen schwer sichtbar sind.
So nutzen Sie externe Unterstützung gezielt
- Definieren Sie klar, welches Ziel Sie verfolgen z.B.: Motivation zurückgewinnen, Struktur schaffen, Konflikte lösen oder die eigene Rolle neu ausrichten.
- Wählen Sie ein Format, das zu Ihnen passt: Business Coaching (auch als geförderte AVGS Maßnahme , Mentoring oder Training)
- Bleiben Sie selbst aktiv: Externe Impulse wirken nur, wenn Sie bereit sind, Verantwortung für die Umsetzung zu übernehmen.
- Dokumentieren Sie Erkenntnisse und konkrete Maßnahmen – so wird Motivation spürbar und nachhaltig.
Motivation im Business
Motivation wächst, wenn Sie sich Klarheit über Ihre Aufgaben, Wirkung und Werte verschaffen. Sie entsteht dort, wo Sie Ihr Umfeld, Ihre Rolle und Ihre Handlungsspielräume bewusst gestalten. Externe Unterstützung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein strategisches Werkzeug, um langfristig wirksam, motiviert und stabil zu bleiben.
Der Jahreswechsel bietet die perfekte Gelegenheit, sich selbst zu fragen:
Wo stehe ich, wo will ich hin, und wann kann externe Unterstützung helfen, diesen Weg klarer und motivierter zu gestalten?
Gerne unterstützt ostendam Sie dabei mit einem :
Business Coching (auch als geförderte AVGS Maßnahme der Arbeitsagenturen und Jobcenter)
Lassen Sie uns Ihre Motivation definieren.
